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Off-Theater nrw - Akademie für Theater, Tanz und Kultur

Salzstraße 55   41460 Neuss
Telefon: 02131/833-19 Telefax: 02131/833-91
E-Mail: info@off-theater.de Homepage: www.off-theater.de

Die Bühne ist eine Arena, in der sich eine lebendige Auseinandersetzung ereignen kann.

Peter Brook

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Presse-Echo

15 Jahre Off-Theater nrw

Lernen in Klängen, Szenen und Bildern

In Neuss in der Salzstraße gibt es eine Akademie für Theater, Tanz und Kultur. Und das schon seit 15 Jahren. Dort kann man sich zum Theaterpädagogen, Tanzpädagogen oder Rhythmiker ausbilden lassen. Jährlich wählen 350 Teilnehmer diese Chance.

Stefanie Schnitzler

Dr. Jürgen Weintz ist, zusammen mit Ute Plaumann, Leiter des Off-Theaters nrw in Neuss. Mit dem Shakespeare-Festival, den Neusser Tanzwochen und der Museums-Insel Hombroich nebenan, fühlen sich beide in guter Gesellschaft. Neuss ist kulturell schon lange kein Niemandsland mehr. Die Teilnehmer der Aus- und Weiterbildungen am Off-Theater kommen etwa zu einem Drittel aus dem Großraum Düsseldorf, zu einem weiteren aus NRW und zuletzt aus dem deutschsprachigen Ausland. Frauen nach der Familienpause wählen oft diesen Wiedereinstieg in den Beruf.

"Filme wie 'Rhythm is it' und Projekte wie 'Mus-e', 'Jedem Kind ein Instrument', 'Job Act' oder 'Kunst und Schule' haben, angestoßen durch die Pisa-Debatte, etwas gezeigt, was schon sehr lange klar ist", freut sich Jürgen Weintz. Der Leiter der Akademie ist überzeugt: In Aktion, Kommunikation und Spiel lässt sich nachhaltiger, interaktiver und besser lernen, als allein mit Buch, Stift und PC. "In Bildern, Szenen, Klängen und Bewegungen kann der Mensch mehr sagen, als mit dem Wort allein", so Weintz. Kein Wunder also, dass er einen großen Bedarf sieht, Fachpersonal auszubilden, das Begeisterung für Kultur und Kunst und pädagogisch sinnvolle Techniken der Kunstvermittlung an Kindergärten, Schulen und anderen Institutionen vermittelt.

Die wahlweise als Voll- oder Teilzeitmodell zu belegenden Ausbildungen am Off-Theater sollen hierzu beitragen. Egal, ob die zukünftigen Kulturpädagogen Vorbildungen im erzieherischen oder künstlerischen Bereich haben, zwei Eigenschaften sollten sie mitbringen. Erstens etwas, das Weintz als "künstlerischen Eros" bezeichnet, also eine künstlerisch-schöpferische Ader. Zweitens den "pädagogisch Eros", Begeisterungsfähigkeit für die Förderung anderer. Wenn beide Eigenschaften vorhanden sind, kann die Ausbildung das notwendige Handwerkszeug liefern, um anschließend ein kunstverständiger Kulturpädagoge mit teilnehmerorientierter Kompetenz sein zu können.

Stadtmagazin Libelle, 01.12.2008

Tanz mit Gütesiegel

Das Off-Theater bildet junge Menschen zu Tanzpädagogen aus. Dafür wird die Akademie mit dem "Gütesiegel Weiterbildung" zertifiziert. Unsere Zeitung schaute beim Training zu.

Aktiv: Jennifer Käppel setzt auf Weiterbildung: Sie kehrt als Zanzpädagogin in den Beruf zurück; Foto: Dackweiler

Von Sarah Dickmann

Freundlich, aber dennoch unerbittlich hallt die Stimme des Trainers durch den Sall. "Die Knie strecken, jetzt beugen, ja, schön die Arme mitnehmen, und dann wieder alles von vorn!" Vor dem Spiegel der Meerbuscher Tanzschule Günther stehen 14 junge Frauen. Othello Johns, Bühnen- und Musicaltänzer aus den USA, leitet sie an und analysiert ihre Bewegungen. Es ist das dritte Tanzwochenende für Frauen aus ganz Deutschland - sie alle werden durch das Off-Theater nrw zu Tanzpädagoginnen ausgebildet.

Treffen mit Ministerin

Für ihre qualitativ hochwertigen und in der Szene sehr angesehenen Weiterbildungskurse wird die Akademie mit Sitz in Neuss und Düsseldorf nun ausgezeichnet: Am 10. Dezember überreicht Landesbildungsministerin Barbara Sommer das Gütesiegel für Weiterbildung in NRW. "Das ist für uns eine tolle Anerkennung unserer Arbeit", sagt Theaterpädagoge Jürgen Weintz.

Angebot, Beratung, Dozentenauswahl und Veranstaltungsmanagement, all diese Bereiche haben die Prüfer vom "Gütesiegelverbund Weiterbildung" beim Off-Theater gründlich untersucht. "Eineinhalb Jahre lang wurden wir auf Herz und Nieren geprüft", erzählt Weintz. "Aber es hat sich gelohnt. Das Gütesiegel ist nach innen und außen ein wichtiges Zeichen".

Das finden auch die angehenden Tanzpädagoginnen. Die Teilnehmerinnen der Fortbildung stammen aus Berlin, Düsseldorf und Münster, aus Aachen, Bergisch Gladbach und Elmshorn und kommen zwei Jahre lang jeweils ein Wochenende im Monat in den Düsseldorfer Raum. "Das unsere Weiterbildung ausgezeichnet wird, ist super. Das ist wie ein kleines Diplom", findet Jennifer Käppel (30) aus Düsseldorf. Sie ist Masseurin und medizinische Bademeisterin und hofft, bei ihrem Arbeitgeber, der Mauritius-Therapieklinik in Meerbusch, nach ihrer Fortbildung Tanzkurse geben zu können. Mit ihr bilden sich Grundschullehrer, und Erzieher, Sportgruppenleiter und Tanzlehrer weiter, um in ihren Bereich zurückzukehren oder eine neue Richtung einzuschlagen.

Jennifer Käppel und den anderen Frauen macht der Kursus sichtlich Spaß. "Die Dozenten sind toll, die anderen Mädels auch", findet Vanessa Klöpper aus Dorsten. Die 24-jährige ist Erzieherin und möchte den Mädchen und Jungen im Kindergarten Freude an Bewegung vermitteln. "Mit Tanzen lässt sich viel erreichen. Die Kinder können Gefühle rauslassen, kreativ sein und von anderen in der Gruppe lernen".

Aktiv: Vanessa Klöpper setzt auf Weiterbildung: Sie kehrt als Zanzpädagogin in den Beruf zurück; Foto: Dackweiler

Gruppen in Kindergärten und Schulen, bei Festen, in Sportkursen oder in Seniorenheimen können die Teilnehmer nach bestandener Fortbildung anleiten. Wie gestalte ich eine Gruppenstunde, wie setze ich Elemente zu einer Choreografie zusammen und wie wärme ich junge und ältere Tänzer am besten auf? Antworten auf diese Fragen bietet die Ausbildung zum Tanzpädagogen.

Voraussetzung für die Aufnahme in die Akademie ist vor allem eines: Tanzerfahrung. Ob HipHop, Ballett oder Afro-Dance ist dabei egal. Die unterschiedlichen Erfahrungen sind sogar äußerst erwünscht, denn so inspirieren die Tänzer sich gegenseitig. Teilder Ausbildungen sind nicht nur die gemeinsamen Wochenenden, bei denen die Teilnehmer bei Freunden und Verwandten in der Umgebung, in Jugendherbergen oder Hotels übernachten, sondern auch 100 Stunden Tanzunterricht - "50 Stunden in dem Bereich, der ihnen besonders liegt, und 50 Stunden in einem entgegengesetzten", erklärt Jürgen Weintz.

Ideen für Kindergärten

Vanessa Klöpper beispielsweise tanzt seit vielen Jahren HipHop und möchte vielleicht einmal selbst Kurse in dieser Richtung geben. Sie freut sich jedoch besonders darauf, exotische Elemente wie Afro-Dance kennenzulernen. Bei Mittänzerin Jennifer Käppel, ursprünglich Ballettänzerin und heute vom Afro-Stil geprägt, ist es dagegen genau umgekehrt. "Durch die Zusammensetzung der Gruppe bekommen wir sehr viele Ideen", sagt die 24-jährige, die schon nach drei Wochenenden jede Menge Neues für ihren Kindergarten in Dorsten mitbringt.

Ausbildungswege

Das Off-Theater nrw gibt es seit 15 Jahren. Die Akademie für Theater, Tanz und Kultur bildet nicht nur Tanzpädagogen aus. Möglich ist beispielsweise auch eine Vollzeitausbildung zum Theaterpädagogen.
500 Pädagogen haben bisher auf diesem Gebiet in Neuss/Düsseldorf ihren Abschluss gemacht und wirken heute im In- und Ausland an Theatern, in Schulen sowie sozialen und kulturellen Einrichtungen. Ein Einführungsseminar gibt es am 17. Janaur in Neuss.

Außerdem bieten Ute Plaumann und Jürgen Weintz, die Leiter des Off-Theaters. Eine berufsbegleitende Fortbildung in Kulturmanagement und den Kursus "Groove and Move" zu Rhythmik und Musik an.
Weitere Informationen zu Aus- und Fortbildungsmöglichkeiten gibt es beim Off-Theater unter der Nummer 02131/83319 oder im Internet unter www.off-theater.de

Rheinische Post - Beruf & Karriere vom 29.11.2008

Theaterpädagogik beim Off-Theater nrw

Theaterpädagogik lernen

Für die einen ist es ein Beruf, für die anderen eine Berufung: Für die Arbeit als Theaterpädagoge bringen Schauspieler wichtige Kenntnisse mit.

Theaterpädagogik - Szenenfoto aus Projekten des Off-Theaters nrw

Was macht man als Theaterpädagoge?

Theaterpädagogen leiten Menschen zum Theatermachen an. Einerseits bringen sie Theaterunerfahrenen das Theaterspiel oder die Institution Theater näher, andererseits nutzen sie das Schauspiel als Mittel, um die jeweiligen Ziele zu erreichen. In den vergangenen Jahren hat sich der Beruf des Theaterpädagogen als eigenes Berufsbild entwickelt. Dieses genau zu definieren ist allerdings kaum möglich. Theaterpädagogen können - etwa bei fester Anstellung an einem Theater - zwischen ihrem Haus und verschiedenen Einrichtungen von Schulen über Volkshochschulen bis hin zu Begegnungsstätten und Rehabilitationszentren vermitteln, Lehrer und Betreuer beraten, eigene Theatergruppen leiten oder Öffentlichkeitsarbeit betreiben. Viele, zumal freiberufliche Theaterpädagogen, wenden sich mit ihrem Angebot an die freie Wirtschaft und arbeiten etwa mit Managern an der persönlichen Präsenz. Die Gewichtung von pädagogischen und künstlerischen Gesichtspunkten kann je nach Zielgruppe stark variieren, von pädagogisch-therapeutisch bis überwiegend inhaltlich-künstlerisch.
Als Qualifikationen werden oft fünf Kernkompetenzen genannt: Leitungskompetenz sowie künstlerische, organisatorische, vermittelnde und theoretische Kompetenz.

Theaterpädagogik - Szenenfoto aus Projekten des Off-Theaters nrw

Wie wird man Theaterpädagoge?

Der Ausbildungsweg ist (noch) nicht einheitlich geregelt. Grundsätzlich kann unterschieden werden zwischen einer ein- bis vierjährigen Fortbildung, einer eigenständigen Berufsausbildung oder einem eigenständigen Studiengang, einem Aufbaustudiengang sowie einer Ausbildungsmöglichkeit im Fach Darstellendes Spiel als Zusatzqualifikation für Lehrer nach dem Ersten Staatsexamen. Die mitzubringenden Voraussetzungen variieren je nach Ausbilder beträchtlich. Der Bundesverband Theaterpädagogik (BuT) hat einheitliche Rahmenrichtlinien für die Aus- und Fortbildung aufgestellt, die sich an Hochschulstudiengängen orientieren. Hierbei werden zwei anerkannte Arten der Qualifikation unterschieden: die sogenannte Grundlagen-Fortbildung (mindestens 600 Unterrichtsstunden), die vorwiegend berufsbegleitend durchgeführt wird, sowie die Ausbildung zum "Theaterpädagogen (BuT)" mit mindestens 1.700 Unterrichtsstunden, erworben durch eine Vollzeitausbildung oder eine Aufbaufortbildung.

Für beide Alternativen bietet das Off-Theater nrw in Kürze wieder zwei Lehrgänge an, die vom BuT anerkannt werden:

Für aktive Schauspieler besonders geeignet ist zum einen der berufsbegleitende Aufbaukurs zum Theaterpädagogen (BuT). Diese Fortbildung vertieft und erweitert vorhandene Theatervorkenntnisse. Die Fortbildung dauert zwei Jahre, umfast 26 Wochenenden und zwei Blockwochen. Zum anderen bietet das Off-Theater eine einjährige Vollzeitausbildung zum Theaterpädagogen (BuT) an. Die Unterrichtszeiten liegen dienstags bis freitags von 10 bis 17 Uhr. Während der Schulferien in NRW findet kein Unterricht statt.

Informationen und Anmeldeunterlagen beim Off-Theater nrw, Akademie für Theater, Tanz und Kultur, Salzstr. 55, 41460 Neuss; Tel.: 02131/83319 und Fax 02131/83391, info@off-theater.de, Internet: www.off-theater.de

Cast - Schauspielermagazin, August/September 2008

Groove and Move

Rhythmik-Fortbildung beim Off-Theater nrw in Neuss

Von cs

Bewegung pur: Die Fortbildungen beim Off-Theater lassen keine Langeweile aufkommen

Das Rhythmus-Bewegungs-Spektakel "Stomp" hat gezeigt, wie spannend die Verbindung von Musik, Bewegung und Gesang sein kann. Davon inspiriert startet das Off-Theater nrw - mit Hauptsitz in Neuss - ab dem 3.2.2007 unter dem Titel "Groove and Move" erstmals eine einjährige Rhythmik-Fortbildung für Lehrer/innen, Pädagogen/innen, Erzieher/innen und alle im kulturellen oder sozialen Bereich tätigen pädagogischen Kräfte.

Der Hauptakzent von "Groove and Move" liegt bei der Verknüpfung von Rhythmus, Musik, Stimme und Bewegung, denn diese bietet eine Vielfalt an Ausdrucks- und Kommunikationsmöglichkeiten für Menschen jeden Alters. Die spartenübergreifende Arbeitsweise der Rhythmik ermöglicht - ohne dass besondere musikalische Vorkenntnisse erforderlich wären - nicht nur originelle Ausdruckskombinationen. Vielmehr spricht sie alle Sinne an und trägt zur Förderung der Musikalität, der motorischen Fähigkeiten sowie der sprachlichen Kompetenz bei. Die Rhythmik kann in der pädagogischen Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit großem Erfolg eingesetzt werden, denn sie hat neben persönlichkeitsbildenden auch sozial-integrative Wirkungen.

Die Fortbildung des Off-Theaters nrw will die für die rhythmische Vermittlungsarbeit erforderlichen Kompetenzen - die musikalisch-rhythmischen Grundlagen, aber auch den Mut zum Experiment und zu eigenwilligen Ausdrucksformen - weiterentwickeln helfen. Die Teilnehmenden erhalten ein Rüstzeug mit Rhythmus, Bewegung und Stimme in den verschiedensten pädagogischen Feldern zu arbeiten.

Die wesentlichen Themenschwerpunkte sind u.a. rhythmisch-musikalische Grundlagen, Bewegungsübungen und Bewegungsausdruck, Perkussions-Instrumente aller Art, Taketina, Trommeltechniken und -spiele für verschiedene Altersstufen, musikalische Gruppenimprovisation, Stimmbildung und Gesang, Jazz-, Pop- und Chorgesang für Anfänger u.v.m. Die Fortbildung dauert ein Jahr, umfasst insgesamt zehn Wochenenden (immer Sa. und So. jeweils von 10.00 bis 17.00 Uhr) und wird in Neuss durchgeführt. Als Vorbereitung auf die eigene Rhythmik-Arbeit führen die Teilnehmer auch selbst Unterrichtseinheiten im Rahmen der Fortbildungsgruppe durch und werden am Ende mit einem ausführlichen Zertifikat belohnt.

Das Off-Theater nrw - die Akademie für Theater, Tanz und Kultur mit Hauptsitz in Neuss - bildet in Zusammenarbeit mit der Akademie des tanzhauses nrw seit nunmehr zwölf Jahren Tanzpädagogen/Tanzpädagoginnen aus, die Tanz-Projekte mit Menschen jeden Alters durchführen oder einfach die Ausdrucks- und Bildungsmöglichkeiten von Tanz nutzen wollen.

Bisher haben über 250 Teilnehmer/innen aus ganz Nordrhein-Westfalen, dem gesamten Bundesgebiet sowie dem benachbarten Ausland diese Fortbildung absolviert. Die starke Resonanz des Angebots ist auch darauf zurückzuführen, dass sich immer mehr Einrichtungen für tanzpädagogische Methoden interessieren, sei es im Bildungs- und Kulturbereich, auf dem sozialen und therapeutischen Sektor, im Bereich der Wirtschaft sowie im Freizeitbereich.

Düsseldorfer Hefte, Januar 2007

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